Freitag, 27. Juli 2012

Week 1 update

Heute bin ich also offiziell seit einer Woche in Australien. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Vielleicht kommt es mir auch nur deshalb so kurz vor, weil ich die meiste Zeit damit verbracht habe meinen Jetlag los zu werden. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass der Körper einen Tag pro überquerte Zeitzone benötigt um sich vollständig an einem neuen Ort an zu passen. Würde heissen, 10 Tage bis ich wieder "normal" bin. :) Mittlerweile klappt's schon ganz gut mit dem Aufstehen. Gestern war ich sogar schon um 9 Uhr wach. Rekord! 

Ansonsten habe ich meine Tage hauptsächlich mit Spaziergängen am Meer, Babysitten, Filmabenden mit meinen Gastgeschwistern und Übungen an der Haustür verbracht. Jawohl. Ich habe gefühlte 10min pro Tag damit verbracht meinen zuvor kaum gebrauchten Hausschlüssel an das Schlüsselloch zu gewöhnen. Und nachdem mich einige Nachbarn wohl bereits für einen Einbrecher halten, gehorcht Schlüsselchen auch bereits ganz gut. 
Seit Dienstag bin ich auch stolze Besitzerin einer Myki-Card, welche es mir erlaubt mit Zug, Bus und Tram zu meinem Ziel zu gelangen. Wirklich gebraucht habe ich sie bis jetzt allerdings nur einmal. Dafür habe ich mindestens vier Privatchauffeure. Es ist ein komisches Gefühl überall hingefahren zu werden. Man fühlt sich gleichzeitig privilegiert und unselbständig. Allerdings muss ich sagen, dass mein Ich-bin-unabhängig-und-gehe-allein-in-die-Stadt-Tag eher anstrengend war und ich mir nach 2 Stunden einen Privatguide gewünscht habe. Das Stadtzentrum ist 
a) nicht so einfach zu finden und
b) wenn man es gefunden hat, nicht wirklich unterhaltsam.
Es besteht hauptsächlich aus Büros, Baustellen und teuren Boutiquen. Eigentlich wollte ich ja meinen Nachmittag dort verbringen, musste aber nach 3 Stunden aufgeben. Eine Grossstadt alleine zu erkunden ist extrem ermüdend. Daher habe ich mich in den letzten zwei Tagen auf die Entdeckung meines Wohnortes, ein Vorort von Melbourne, beschränkt. Das Zentrum besteht zwar hauptsächlich aus Cafés und Fish&Chips-Shops, trotzdem findet man jeden Tag etwas Neues. Heute zum Beispiel habe ich bestimmt eine Stunde in einem asiatischen Ramschladen verbracht. Wirklich faszinierend! Die haben alles! Also falls sich jemand ein Tigerkostüm oder riesige 3D Sticker wünscht, soll er/sie sich ungeniert bei mir melden. :) 

So, genug von diesem Schöggeler-leben. Mach mal etwas, Johanna! Ja, ja. Kein Stress. Gestern war ich bei Leah. Sie arbeitet an der Primarschule, wo ich ab Montag meinen Volunteereinsatz beginnen werde. Ich werde voraussichtlich Montag, Dienstag und Donnerstag dort sein und den Kindern, welche im Unterricht nicht mitkommen, bei den Aufgaben helfen, oder den Lehrern in der Klasse assistieren. Ich freue mich auf die Arbeit, auch wenn ich dann wieder morgens um halb sieben aufstehen muss. Aber vielleicht klappt's ja dann auch endlich mit dem Sieg über den Jetlag...
Aussicht auf Melbourne
Altona Beach


Altona Pier
Mein Zuhause


Freitag, 20. Juli 2012

ein erstes Lebenszeichen...

Nach knapp 26 Stunden in der Luft bin ich nun endlich in Australien angekommen. Am Mittwoch bin ich in der Schweiz abgeflogen und am Freitag in Australien angekommen. Donnerstag? Der dauerte bei mir knapp 7 Stunden. Der Flug war eigentlich ganz in Ordnung. Hier die ersten einigermassen nennenswerten Ereignisse und Erkenntnisse von einer eher unspektakulären Reise: 

1. Um in Zürich zu meinem Gate zu gelange musste ich erst in den Keller. Oder zumindest sah es danach aus. In diesem Keller erwartete mich dann eine lustige U-Bahn mit Touristenprogramm. Jodelgesang ertönte aus den Lautsprechern während an der Tunnelwand ein Senn seine Fahne schwang. 

2. Die Fernbedienung zu meinem Bildschirm im ersten Flug war defekt und so wechselte ich von meinem ruhigen Fensterplatz zu einem Sitz in Mitten einer japanischen Reisegruppe.

3. Japaner niesen extrem laut!

4. Morgens um 2 ist in Dubai am Flughafen Hochbetrieb und manche kommen extra um diese Zeit zum Flughafen zum Einkaufen. 

5. Die Strassen in Dubai enden teilweise irgendwo abrupt in der Wüste. 

6. Beim tanken in Kuala Lumpur mussten alle aussteigen, ihre Sachen mitnehmen und noch einmal durch den security check ( = alle, die sich in Dubai im Duty Free Shop Wasser gekauft haben wurden es hier wieder los.)

Am Flughafen in Dubai habe ich dann tatsächlich noch meine Freundin Cynthia getroffen, die auf dem Weg in die Ferien war. Schon lustig, dass man es zu Hause nie schafft sich einmal zu treffen, aber in Dubai klappts dann. ;) Es war auf jeden Fall ein angenehmer Aufenthalt. So angenehm, dass ich beinahe zu spät an Bord gegangen wäre. Uups. 
Ich habs dann doch noch geschafft und wurde somit ohne Probleme zu meinem Ziel gebracht. Und hier bin ich nun also. In einem grossen Haus, nahem beim Meer und umgeben von vielen lieben Menschen. :) 

über den österreichischen Alpen & den Wolken
Laut Speisekarte: Smoked Salmon with lemon Risotto and Vegetables & Chocolate Fudge Cake with Cherries. Schlussendlich war es dann eifach ganz normales Flugzeugessen - ok, aber nicht gerade eine Gaumenfreude.

morgens um halb 1 mit Cynthia in Dubai & mein neues Zimmer hier!


Anmerkung zu diesem Eintrag: Bitte nicht auf sprachliche Qualität untersuchen. Der Jetlag nagt an meiner "Denk-energie"! :)

Freitag, 13. Juli 2012

Mittwoch, 11. Juli 2012

The rest is still unwritten...

Voilà! Da ist er also. Mein Blog. Ich bin schon stolz, dass er überhaupt steht. Zu lange habe ich über einem Titel gegrübelt, bis ich gestern Nacht den Einfall hatte. Nicht gerade grandios würde ich sagen, aber definitiv akzeptabel. So könnt ihr mich nun also finden, sowohl im Web als auch auf dem Globus. ;)
Nachdem mein letzter Peru-Blog kläglich an der spärlich vorhandenen Internetverbindung und meiner abnehmenden Geduld gescheitert ist, bin ich gewillt es erneut zu versuchen. So werde ich euch (idealerweise) fleissig über mein neues Leben zwischen Kängurus, Vegemite und anderen Raritäten informieren. Und um diesen Vorsatz zu bestärken fange ich nun in meiner "Vorbereitungsphase" damit an. Die letzte Woche mit Schoggi, Bünzlis und kleinen Distanzen.

Gestern habe ich mich erstmals daran gewagt meinen Koffer ins Zimmer zu stellen und eine grobe Auswahl an Kleidung zu treffen. Wenn man so davor steht, dünkts einen man brauche irgendwie alles. Vor allem ich als Grföörli kann bei Abend/Nachttemperaturen von 6°C nicht auf meine Winterjacke verzichten. So musste ich dann auch los um ein paar Vakuumsäcke zu kaufen. :)

Wenigstens scheint die Sonne an meinem Ankunftstag...

Morgen sollte nun also auch noch mein Visum den Weg zu mir finden. Endlich! Dann kann ich die letzte Woche zu Hause noch entspannt geniessen...